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Politik

Landtag NRW
Die Landtagswahl fand am 15. Mai statt. (Foto: Andreas Meske)

Live-Blog: CDU gewinnt Landtagswahl in NRW

Auf dieser Seite

Düsseldorf -  Hier hat die cm3-Redaktion über die Ereignisse des Wahlsonntags berichtet - alle Entwicklungen und Ergebnisse zum Nachlesen.

Sonntag, 22. Mai

Klarer Wahlsieg für die CDU

16:35 Uhr: Das vorläufige amtliche Wahlergebnis steht fest: Die CDU geht mit 35,7 Prozent der Stimmen als stärkste Partei aus der Landtagswahl 2022 in Nordrhein-Westfalen hervor. Zweitstärkste Kraft ist mit 26,7 Prozent die SPD. Entgegen der Umfragen fiel das Rennen um den Wahlsieg klarer aus als erwartet. Zuvor wurde ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“ zwischen CDU und SPD vorhergesagt. Die Grünen erhielten auf Landesebene 18,2 Prozent der Stimmen und werden damit voraussichtlich Teil einer neuen Regierung. Die FDP schafft mit 5,9 Prozent den Einzug in den Landtag; auch die AFD scheitert mit 5,4 Prozent nicht an der 5-Prozent-Hürde. 

Beträchtliche Gewinne erzielen bei dieser Wahl die Grünen, die im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2017 11,8 Prozentpunkte dazugewinnen. Auch die CDU erreicht mit 2,8 Prozentpunkten einen Zuwachs. Die stärksten Verluste verzeichnet die FDP mit -6,7 Prozentpunkten, gefolgt von der SPD mit -4,6 Prozentpunkten. Die Linken scheitern erneut an der 5-Prozent-Hürde und müssen mit -2,8 Prozentpunkten deutliche Verluste hinnehmen. Die AFD büßt -1,9 Prozentpunkte ein. 

Aus den Wahlergebnissen der Landtagswahl 2022 ergibt sich folgende Sitzverteilung im Parlament: Die meisten Sitze erhält die CDU, die 76 der 195 Sitze im Landtagsgebäude besetzt. Die Sozialdemokraten schicken 56 Abgeordnete in den Landtag. Die Grünen konnten 39 Sitze für sich gewinnen. Von der FDP und AFD sind jeweils 12 Parlamentarier:innen im 18. NRW-Landtag vertreten. (ar, cr)

Das sind die Ergebnisse der Düsseldorfer Wahlkreise 

16:30 Uhr: In allen vier Wahlkreisen der Stadt Düsseldorf hat die CDU die meisten Erststimmen gewonnen. Somit ziehen die CDU-Kandidierenden, Olaf Lehne, Marco Schmitz, Angela Erwin und Peter Blumenrath direkt in den Landtag. Nach der CDU mit 32,9 Prozent der Zweitstimmen folgen die Grünen mit 24,3 Prozent und die SPD belegt mit 21,7 Prozent den dritten Platz der Zweitstimmen.

In den Wahlkreisen 41 und 43, Düsseldorf I und III, kommen die Direktkandidierenden der Grünen, Mona Neubaur und Stefan Engstfeld, auf Platz zwei. Oliver Schreiber und Jürgen Bohrmann, die Direktkandidierenden der SPD, können hingegen in den Wahlkreisen 42 und 44, Düsseldorf II und IV, die zweitmeisten Stimmen gewinnen. Die FDP schafft es in allen Wahlkreisen Düsseldorfs nicht über 10 Prozent der Stimmen zu kommen.

Die größten Wahlgewinner:innen sind die Grünen. In jedem Wahlkreis in Düsseldorf legen sie mit 13 bis 17 Prozentpunkten zu. Mit einem Verlust von 8 bis 10 Prozentpunkten sind die liberalen deutliche Wahlverlierer:innen. 

Die Wahlbeteiligung in Düsseldorf lag bei 58,5 Prozent und ist damit 9,2 Prozentpunkten niedriger als bei der Landtagswahl 2017. (eh)

Sonntag, 15. Mai

Wahlabend neigt sich dem Ende zu

22:05 Uhr: Die Parteien feiern das Wahlergebnis mit ihren Mitgliedern in Düsseldorf. Die CDU und die Grünen freuen sich über das gute Ergebnis, Neubaur und Wüst hielten zuversichtliche Reden.

Bei der FDP und der SPD ist die Stimmung gedämpft. Kutschaty zeigte sich dennoch entschlossen. Einige Impressionen von den Wahlpartys. (mk, au)

Diese Koalitionen sind derzeit möglich

21:18 Uhr: Eine Koalition muss auf mindestens 100 Sitze kommen, um eine sichere Mehrheit zu haben. Momentan sind folgende 2er-Bündnisse möglich: Schwarz-Grün (CDU und Grüne) oder GroKo (CDU und SPD). Eine Koalition von Rot-Grün (SPD und Grüne) würde derzeit knapp nicht die erforderlichen Sitze für eine Koalition erreichen.

Auch 3er-Bündnisse könnten zustande kommen: Kenia (CDU, SPD und Grüne); Ampel (SPD, Grüne und FDP), Jamaica (CDU, Grüne, FDP) oder eine sogenannte „Deutschland-Koalition“ bestehend aus CDU, SPD und der FDP. (cr, sz)

Wahlbeteiligung bei 56 Prozent

21:16 Uhr: Nur 56 Prozent der Wahlberechtigten haben an der Landtagswahl in NRW teilgenommen. 2017 gingen im Vergleich dazu 65,2 Prozent der Bürger:innen zur Wahl. Das berichtete der WDR. Nach jetzigem Stand wäre das die niedrigste Wahlbeteiligung in der Geschichte des Landes. Der bisherige Tiefpunkt war eine Beteiligung von 56,2 Prozent im Jahr 2000. (nd)

SPD hat mit mehr gerechnet

21:15 Uhr: Die SPD stürzt beim Ergebnis um knapp 5 Prozentpunkte ab. Die Stimmung auf der Kundgebung zu den vorläufigen Wahlergebnissen war ernüchternd.

Ein geringerer Unterschied zwischen der CDU und der SPD wurde erwartet. Während des Wahlkampfes sah es noch anders aus, berichten Mitglieder auf der Wahlparty. Die Bürgerinnen und Bürger waren aufgeschlossen, und die SPDler hatten das Gefühl, dass sie mit ihren Werten bei den Menschen gut ankamen. (mk, au)

Düsseldorf: Stimmen sind größtenteils ausgezählt

20:50 Uhr: In den vier Düsseldorfer Wahlkreisen sind fast alle Stimmen ausgezählt. Im Düsseldorfer Norden liegt Olaf Lehne von der CDU mit 35,4 Prozent vorn. An zweiter Stelle folgt Mona Neubaur mit 27,54 Prozent, der SPD-Kandidat erhielt nur 20,4 Prozent der Stimmen.

Im Düsseldorfer Osten gibt es derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Markus Schmitz von der CDU und Oliver Schreiber von der SPD. Der Düsseldorfer Westen dürfte Angela Erwin von der CDU gewählt haben. Der Kandidat der Grünen, Stefan Engstfeld, schafft es auf den zweiten Platz. Auch im Süden sieht es nach einem klaren Sieg für die CDU aus: Peter Blumenrath liegt mit 36,27 Prozent der Stimmen deutlich über dem zweitplatzierten SPD-Kandidaten Jörgen Bohrmann, der auf 26,67 Prozent der Stimmen kommt. (red)

 

Neue Hochrechnung: CDU weiterhin stärkste Partei

20:09 Uhr: Sowohl die CDU als auch die FDP gewinnen nach den neuesten Hochrechnungen 0,1 Prozentpunkte dazu. Das vorläufige Ergebnis der SPD ist 26,9 Prozent.

Die Ergebnisse der Grünen und der Linken haben sich seit der letzten Hochrechnung nicht verändert. Die AfD legt um 0,2 Prozentpunkte zu. Sonstige Parteien liegen aktuell insgesamt bei 6 Prozent. (cr, sz)

Neue Hochrechnungen zeigen geringfügige Veränderungen

19:25 Uhr: Die neuen Hochrechnungen zeigen minimale Veränderungen: Die CDU baut ihren Vorsprung vorläufig um weitere 0,2 Prozentpunkte aus. Die SPD verliert 0,5 Prozentpunkte. Die Grünen bekommen nach den neusten Hochrechnungen 18,2 Prozent der Stimmen.

Das Ergebnis der FDP hält sich momentan mit 5,5 Prozent stabil. Sowohl die AfD als auch die Linke verlieren 0,1 Prozent ihrer Stimmen. 6,1 Prozent der Stimmen gehen derzeit an sonstige Parteien. (cr, sz)

Gedrückte Stimmung bei der FDP

19:20 Uhr: Die Liberalen könnten an der 5-Prozent-Hürde scheitern. Die Enttäuschung ist bei der Wahlparty im Medienhafen spürbar. Laura Litzius, Direktkandidatin in Düsseldorf, sagte cm3 exklusiv: „Wir müssen nun eine klare Fehleranalyse betreiben“, das Ergebnis sei katastrophal. Die Distanz zwischen den Wählenden und der Partei sei zu groß und müsse überwunden werden, hieß es weiter.

Auf Nachfrage der cm3-Redaktion bewertet sie die vergangene Legislaturperiode positiv. Die rot-grünen Fehler hätten aufgearbeitet werden müssen und die vielen Krisen hätten die Regierungszeit geprägt.

Auch der Spitzenkandidat der FDP, Joachim Stamp, äußerte sich in einem Interview mit dem ZDF. Er glaube, dass sich heute Abend die Frage einer Regierungsbeteiligung nicht stelle. Diese Vermutung führt er auf das vorläufige Wahlergebnis der Partei zurück. Die FDP liegt laut aktuellen Hochrechnungen bei 5,6 Prozent und verliert im Vergleich zu 2017 deutlich an Wähler:innenstimmen. Nun wolle man sich darauf konzentrieren, herauszufinden, woran das lag. (mk, cr, au, sz)

Vergleich zur LTW 2017: Grüne gewinnen Wähler:innenstimmen

19:00 Uhr: Im Vergleich zur LTW 2017 verzeichnet die CDU nach neuesten Hochrechnungen einen Zuwachs von 2,3 Prozentpunkten. Auch die Grünen konnten in den Hochrechnungen deutlich zulegen und liegen derzeit bei 11,5 Prozent. Bei dieser Wahl haben sich bislang 1,5 Prozent mehr Wähler:innen für kleine Parteien entschieden.

Die anderen Parteien haben nach derzeitigem Stand Stimmen verloren; dazu zählen SPD (-3,7 Prozentpukte), FDP (-7,1 Prozentpunkte), AfD (-1,8 Prozentpunkte). Die Linke schaffen vermutlich erneut den Einzug in das Parlament nicht. Sie verlieren im Vergleich zu der Wahl 2017 2,7 Prozentpunkte. (cr, sz)

Neue Hochrechnung: Ergebnis vorläufig stabil

18:51 Uhr: Das Wahlergebnis scheint vorläufig relativ stabil zu bleiben. Die CDU, die FDP, die AfD und die Linke haben einen leichten Zuwachs im Vergleich zur Hochrechnung von 18:27 Uhr verzeichnet. Das Ergebnis der SPD, der Grünen sowie die Wähler:innenstimmen für sonstige Parteien sanken leicht. (sz, ar)

Kutschaty zeigt sich enttäuscht

18:37 Uhr:  SPD-Spitzenkandidat Kutschaty zeigte sich im ZDF enttäuscht: „Das Ergebnis dieser Landtagswahl ist leider nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben.“. Die Partei sei mit zwei Wahlzielen in die Wahl gestartet: sie wollte stärkste Partei werden und die schwarz-gelbe Koalition ablösen. Nur letzteres wird voraussichtlich umgesetzt werden können. (sz, ar)

Wüst: „Wir haben diese Wahl klar gewonnen."

18:30 Uhr: Der amtierende Ministerpräsident gibt seine Pressekonferenz in der Zentrale des Landesverbands. Wüst wird unter tosendem Applaus begrüßt, aus den Reihen schallt es „Hendrik, Hendrik“. „Wir haben diese Wahl klar gewonnen“, zeigt sich der amtierende Ministerpräsident entschlossen. Er ist überzeugt, das Land werde die Herausforderungen der Zukunft meistern.

Der FDP gegenüber zeigt er sich kollegial und dankt für die „verlässliche Zusammenarbeit“ der vergangenen Jahre. Er kündigt an, auf die demokratischen Parteien zugehen zu wollen. „Team Wüst, ihr seid der Hammer!“, dankt er seinem Wahlkampfteam und Unterstützer:innen. (mk, au)

Die ersten Hochrechnungen nach der Wahl sind da

18:27 Uhr: Nach der ersten Hochrechnung liegt die CDU mit 35 Prozent vorne. Zweitstärkste Partei ist die SPD mit 27,9 Prozent. Die Grünen liegen aktuell bei 18,2 Prozent, was einen Gewinn von 11,8 Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Landtagswahl bedeuten würde.

Für die FDP (5,4 Prozent) und AfD (5,5 Prozent) kann der Einzug in den Landtag knapp werden. Mit 2 Prozent scheitert die Linke voraussichtlich an der Fünf-Prozent-Hürde. 6 Prozent der Stimmen gehen nach dem vorläufigen Wahlergebnis an sonstige Parteien. (sz, ar)

Ausgelassene Stimmung bei den Grünen

18:12 Uhr: Die Grünen erreichen einen starkes Ergebnis und landen mit 18 Prozent auf Platz 3.

An der Apollowiese in Düsseldorf tritt Mona Neubauer auf. „Wir haben hart für dieses Ergebnis gearbeitet.“ sagt Neubauer, die die erste Ansprache nach der Bekanntmachung der ersten Hochrechnungen um 18 Uhr hält. Die knapp 100 Menschen im Publikum jubeln als das Ergebnis verkündet wird. Auch das Abrutschen der FDP begrüßt das Publikum. (mk)

18 Uhr-Prognose: CDU liegt vorne

18:00 Uhr: Nach der 18 Uhr-Prognose zeigen sich viele CDU-Politiker:innen zufrieden. Momentan liegen sie in den Prognosen mit 35 Prozent vor der SPD, die mit 28 Prozent gut drei Prozent Verlust einbüßt.

Den größten Zuwachs verzeichnen die Grünen, welche laut Prognose auf 18 Prozent kommen. Sie gewinnen damit 11,6 Prozentpunkte.

Die FDP liegt momentan bei 5,5 Prozent. Damit würde sie 7,1 Prozentpunkte im Vergleich zur Landtagswahl 2017 verlieren. Sowohl für die FDP als auch für die AfD, die ebenfalls 5,5 (-1,9) Prozent hat, ist der Einzug in den Landtag nicht sicher. Die Linke kommt auf 2 Prozent (-2,9). Sonstige Parteien erlangen vorläufig 6 Prozent der Stimmen. (sz, ar)

Die Auszählung der Stimmen beginnt

18:00 Uhr: Die Wahllokale sind geschlossen. Die Wahlhelfer:innen beginnen nun mit der Auszählung der Stimmen. Die ersten Hochrechnungen werden ab 18:30 Uhr erwartet. Im Laufe des Abends werden die Hochrechnungen immer genauer – bis das endgültige Ergebnis bekannt wird, kann es einige Stunden dauern. (sz, ar)

Wahlbeteiligung steigt bis 16 Uhr auf 53 Prozent

17:50 Uhr: Bis 16 Uhr haben 53 Prozent der Wähler:innen im Wahllokal oder anteilig per Briefwahl ihre Stimme abgegeben. Das hat Landeswahlleiter Wolfgang Schellen mitgeteilt. 2017 haben zu diesem Zeitpunkt 59 Prozent gewählt, es zeichnet sich also eine geringere Wahlbeteiligung ab. Der Anteil der Briefwähler:innen ist aber von rund 14 Prozent auf 27 Prozent gestiegen. Die Zahlen wurden anhand einer Stichprobe in den Kommunen Düren, Gütersloh, Rhein-Kreis Neuss, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der Ruhr durchgeführt. (nd)

Diese Themen beschäftigen Düsseldorfer Studierende

17:38 Uhr: In den nächsten fünf Jahren soll es, glaubt man den Wahlprogrammen einiger Parteien, deutlich mehr um die Interessen junger Menschen gehen. Aber welche Themen beschäftigen die Düsseldorfer Studierenden wirklich? Eine Umfrage auf dem Campus der HHU liefert Antworten. (mg)

Die Wahlbeteiligung steigt

16:12 Uhr: Das Jahr 2022 bringt wieder mehr Menschen in die Wahllokale. Laut Landeswahlleiter Wolfgang Schellen betrug die Wahlbeteiligung heute bis 12 Uhr im Durchschnitt 36,28 Prozent. Bei der letzten Landtagswahl 2017 waren es 33,59 Prozent. Dieses Jahr haben bisher in allen Kreisen NRWs, außer in Köln, Düsseldorf und Essen mehr Menschen gewählt, teilte der Landeswahlleiter mit. Hier sind die Bürger:innen bisher weniger aktiv als in den vergangenen Landtagswahlen.

Um 16 Uhr lag die Wahlbeteiligung für die Stadt Düsseldorf noch nicht vor. Zu dieser Zeit lag sie in Köln bei 46,87 Prozent. Damit liegt die Wahlbeteiligung der Kölnerinnen und Kölner im Schatten der Wahl 2017, bei der zur selben Uhrzeit 51,74 Prozent Wahlbeteiligung festgestellt wurde. (cb)

Wüst könnte mit Grünen koalieren

16:09 Uhr: Nach Umfragen vom 12. Mai der Forschungsgruppe Wahlen könnte die CDU eine Schwarz-Grüne Koalition anführen. Die SPD könnte in einer Koalition mit den Grünen sehr knapp den Ministerpräsidenten stellen.

In der Umfrage haben sie einen Sitz mehr als mindestens nötig. Auch eine Ampelkoalition, Jamaika oder Kenia wären möglich. (mk)

Spitzenkandidat:innen geben Stimme ab

15:15 Uhr: Die Spitzenkandidat:innen von SPD, CDU, Grüne und FDP haben ihre Stimme in ihren Heimat-Wahlbezirken abgegeben. Kutschaty, Wüst, Neubaur und Stamp veröffentlichten entsprechende Fotos auf ihren Social-Media-Profilen.

Mona Neubaur (Grüne) und Thomas Kutschaty (SPD) bedankten sich bei den Wahlhelfer:innen, Hendrik Wüst (CDU) und Joachim Stamp (FDP) riefen die Wahlberechtigten dazu auf, wählen zu gehen. (nd)

Wüst liegt bei Beliebtheitswerten vor Kutschaty

15:05 Uhr: 40 Prozent der Befragten wünschen sich Hendrik Wüst als Ministerpräsidenten und 35 Prozent Thomas Kutschaty. Beide Kandidaten konnten ihre Beliebtheitswerte im Vergleich zum 6. Mai leicht steigern. 6 Prozent wollen keinen von beiden im Amt des Ministerpräsidenten, 19 Prozent sind sich nicht sicher. Das hat eine Umfrage von Forschungsgruppe Wahlen vom 12. Mai ergeben.

Auch wenn der Ministerpräsident nicht direkt gewählt wird, spielen die Personalien der Spitzenkandidat:innen im Wahlkampf und der Wahlentscheidung immer wieder eine wichtige Rolle. (nd)

Vandalismus im Wahllokal in Grevenbroich

12:00 Uhr: Vor dem Wahllokal in der Grevenbroicher Dietrich-Ulhorn-Realschule erwartete die Wahlhelfer:innen an diesem Morgen eine unschöne Überraschung. Unbekannte haben einige Wände und Fenster der Schule mit schwarzer Farbe beschmiert und die Eingänge mit gelbem Absperrband blockiert. Beleidigungen gegen die FDP, CDU und AfD kleiden nun die Mauern der Schule.

Während der Wahlzeit ist laut des Landeswahlgesetzes die Beeinflussung der Wähler:innen durch Wort, Ton, Schrift oder Bild auch vor dem Zugang zum Gebäude des Wahllokals verboten. Eine Anfechtung der Wahl in dem betreffenden Stimmbezirk könnte dort zu einer Wahlwiederholung führen. (ar)

Samstag, 14. Mai 

Jugendorganisationen prägen die Bildungspolitik

16:20 Uhr: Radikaler, jünger, unwichtiger? Die Jugendorganisationen der großen Parteien haben viel Einfluss auf die Landtagswahl, vor allem die Bildungspolitik ist durch sie geprägt. Die Grüne Jugend stellt zwei Kandidat:innen, die Jungen Liberalen setzen sich für Bildung ein und die Jungsozialisten wollen Kutchaty ins Amt bringen. Hier haben wir die Jugendorganisationen der Parteien vorgestellt. (mk)

Der NRW-Landtag ist oft umgezogen

15:10 Uhr: Am nächsten Sonntag werden die Wahllokale ihre Türen öffnen und Bürger:innen aus ganz Nordrhein-Westfalen zur Landtagswahl in ihren Räumlichkeiten begrüßen. 

Das neu-gewählte Parlament wird spätestens 20 Tage nach der Wahl im Düsseldorfer Landtagsgebäude am Rhein zusammenkommen. Doch der Landtag saß nicht immer im eigenen Gebäude. Nach seiner ersten Sitzung im Düsseldorfer Opernhaus, zog das Parlament in den Theatersaal der Firma Henkel. Es dauerte 42 Jahre, bis der Landtag zu seinem jetzigen Standort fand.

Mehr dazu hat Alissa Riedlinger hier zusammengetragen. (ar)

Mittwoch, 11. Mai

(Ehemalige) Studierende der HHU ziehen in den Wahlkampf

12.44 Uhr: 36 Direktkandidat:innen treten in Düsseldorf am 15. Mai zur Wahl an und erhoffen sich, so viele Erststimmen wie möglich zu gewinnen. Einige der Direktkandidat:innen studieren oder haben an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf studiert. Emilie Hintzen hat mit ihnen über ihre Kandidatur gesprochen. (red)

Diese Koalitionen sind möglich

11:58 Uhr: Nach jetzigem Stand sind laut den Umfrageergebnissen folgende Koalitionen möglich: Eine Dreierkonstellation „Kenia“, bestehend aus SPD, Union und den Grünen. Die „Ampel-Koalition“, wie sie zurzeit auch auf Bundesebene besteht, mit SPD, Grüne und FDP.

Darüber hinaus wäre auch ein Bündnis von Union und SPD als „Große Koalition“ möglich, gilt aber als unwahrscheinlich. Auch ein sogenanntes „Jamaika“- Bündnis mit der Union, den Grünen und der FDP, das 2017 auf Bundesebene gescheitert war, ist eine Option.

Ein Bündnis aus Rot-Rot-Grün hätte eine knappe Mehrheit, ist aber abhängig von dem Wahlausgang der Linken. Für ein Bündnis zwischen SPD und Grünen fehlen derzeit noch ein paar Prozent, aber auch das ist noch möglich. Zuletzt ist eine „Deutschland Koalition“ mit SPD, Union und FDP ein vorstellbarer Zusammenschluss.

Weitere Informationen zur Ausgangslage gibt es hier. (cr)

Dienstag, 10. Mai

Briefwahlunterlagen können noch beantragt werden

14:13 Uhr: Die Briefwahl hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Bei der Bundestagswahl 2021 lag die Briefwahlquote bereits bei 47,3 Prozent - doch die Zahl der Briefwähler:inen könnte weiter ansteigen.

Die Briefwahl kann noch bis zum 13. Mai, 18 Uhr, beim Wahlamt des Wohnortes beantragt werden. Was es zu beachten gilt und wie das Wahlprinzip funktioniert, hat die cm3-Redaktion hier zusammengefasst. (sz)

Alles, was es über den Landtag zu wissen gibt

12:37 Uhr: Politik kann kompliziert sein. Das muss sie aber nicht. Für alle, die ihr Wissen zu den Landtagswahlen auffrischen wollen, haben wir hier die wichtigsten Informationen zum Landtag zusammengestellt und erklären, warum es so wichtig ist, am 15. Mai wählen zu gehen. (red)

Montag, 9. Mai

Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl NRW 2022 ist online

19:00 Uhr:  Digitale Wahlhilfen wie der Wahl-O-Mat erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und können einen guten Einblick in die Positionen der Parteien bieten. Für die anstehende Landtagswahl haben die Bürgerinnen und Bürger ihn bereits 750.000 Mal genutzt.

Auch der Düsseldorfer Politikprofessor Stefan Marschall ist an der Entwicklung des Wahl-O-Mat beteiligt. Noah Dix hat mit ihm gesprochen. Wieso die Ergebnisse keine Wahlempfehlung sind und wie der Wahl-O-Mat entstanden ist, hat er hier zusammengetragen. (red)

Vier Spitzenkandidat:innen ziehen in die letzte Phase des Wahlkampfes

11:23 Uhr: Wer genau sind die Spitzenkandidat:innen und welche Themen sind ihnen besonders wichtig? SPD CDU, Grüne und FDP möchten alle gern den/die Ministerpräsident:in stellen. Wer das Amt am Ende besetzt, wird die Entwicklung des Bundeslandes in den nächsten Jahren maßgeblich prägen. Anna Urban hat zu Spitzenkandidat:innen der größten Parteien recherchiert und ihre Ziele und Forderungen hier zusammengetragen. (red)

Sonntag, 8. Mai

CDU liegt in aktuellen Umfragen vorne

15:36 Uhr: Nur noch eine Woche bis der neue Landtag von NRW gewählt wird. Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD geben wird. Die Christdemokraten liegen derzeit bei 30 Prozent, die Sozialdemokraten knapp hinter ihnen, mit 28 Prozent. Auf den dritten Platz schaffen es die Grünen, mit einer derzeitigen Zustimmung von 18 Prozent. Die FDP und die AfD kommen jeweils auf 7 Prozent. Die Linke würde es mit 3 Prozent derzeit nicht über die 5-Prozent-Hürde schaffen. Sonstige Parteien erreichten zusammen 7 Prozent Zustimmung.

Die repräsentative Umfrage wurde in einem Zeitraum vom 03. Mai bis zum 05. Mai unter 1026 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in NRW telefonisch erhoben. (ls, mg)

Der Wahlkampf befindet sich auf der Zielgeraden

15:30 Uhr: Der Wahlkampf zur Landtagswahl 2022 ist in seinen letzten Zügen. In vielen Innenstädten in NRW versuchen die Parteien und ihre Kandidat:innen die Stimmen der Wählenden zu gewinnen. An den Parteiständen werden Gespräche geführt und kleine Geschenke und Flyer verteilt.

Unterstützung erhalten die Kandidat:innen von hochrangigen Politiker:innen aus der Bundespolitik. Neben dem Straßenwahlkampf versuchen die Parteien seit Anfang April auch mit Wahlplakaten auf sich aufmerksam zu machen. Wie in vorherigen Wahlkämpfen klagen die Parteien über beschmierte und geklaute Plakate. Der Vandalismus reicht von bloßer Zerstörung über geschmacklose Verunstaltungen bis hin zu politischen Botschaften.

Auch der Online-Wahlkampf gewinnt zunehmend an Bedeutung. Auf den Social-Media Accounts posten die Parteien politische Beiträge, um besonders junge Wähler:innen zu erreichen und die eigenen Inhalte vorzustellen. (eh, nd)

Die Landtagswahl 2022 auf cm3

Die Artikel zur Landtagswahl 2022 entstanden im Rahmen eines Workshops der Studierendenakademie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Teilnehmer:innen: Celina Bruns (cb), Noah Dix (nd), Marlene Guthseel (mg), Emilie Hintzen (eh), Maximilian Kisters (mk), Alissa Riedlinger (ar), Chiara Rotondi (cr), Lukas Schmuck (ls), Greta Stangner (gs), Anna Urban (au), Julia Vollmer (jv), Sarah Zickfeld (sz)

Leitung des Workshops: Andreas Meske, Natalia Bieniek (red)

*Die auf cm3 zitierten Wahlumfragen, Prognosen und Hochrechnungen beziehen sich auf die Erhebungen der Forschungsgruppe Wahlen und wurden vom ZDF in Auftrag gegeben.