Panorama

Ehemalige blicken zurück
Vor ziemlich genau fünf Jahren, am 30.05.2021, wurde unser Online-Magazin cm3 gegründet. Das Ziel war es, crossmedialen Journalismus zu ermöglichen und eine zentrale Plattform für die Campusmedien Düsseldorf zu schaffen. Die Studis, die maßgeblich am Aufbau beteiligt waren und cm3 zu dem machten, was es heute ist, geben Einblicke in die Anfangszeit. Sie berichten von besonders schönen Momenten, Beiträgen, die ihnen am Herzen lagen, und wie sehr sie cm3 über die Jahre bereichert und hat wachsen lassen.
Theresa Schültken (27)
„Für mich bedeutet cm3 Gemeinschaft und Mut“ – als eine der Gründerinnen von cm3 war Theresa von 2019 bis 2021 bei den Campusmedien aktiv. Sie baute das Online-Magazin zusammen mit Tim Neumann und Andreas Meske auf und war die erste Chefredakteurin. An die Zeit denkt sie mit Stolz zurück und ist dankbar, den Schritt zusammen mit ihren Kolleg:innen gewagt und etwas Neues erschaffen zu haben.
Die Entwicklung von cm3 war laut Theresa geprägt von zahlreichen schönen und lustigen Momenten. Gemeinsam hätten sie abends häufig zusammengesessen, Take-away-Food bestellt und Pläne für die Umsetzung der Website geschmiedet. Es habe einige Augenblicke gegeben, „wo man die Vorfreude auf die neuen Möglichkeiten spüren konnte“, so Theresa. Ein Meilenstein sei für sie der Tag gewesen, an dem sie die Zusage zur finanziellen Unterstützung von cm3 vom Studierendenparlament erhielten. Damit stand der Gründung nichts mehr im Weg. Als cm3 letztendlich online ging, war es an der Zeit, die Website mit ersten Artikeln zu füllen.
Theresas erster Beitrag war eine Buchrezension zum Buch „Lifespan“. Besonders begeistert habe sie der Schreibprozess für einen Artikel über politische Orte in Berlin: „Es hat Spaß gemacht, mit der Kamera durch Berlin zu laufen und sich dort journalistisch neu auszuprobieren, wie man Berichte auch durch Fotos aufwerten kann.“ Die ersten drei Worte, die Theresa zu cm3 einfallen, sind: „Campus, crossmedial, Neugier“.
Tim Neumann (30)
„Es war richtig cool, als cm3 endlich liveging. Dafür hatten wir über zwei Jahre hinweg in vielen Videocalls lange daran gearbeitet“ – das war Tims persönliches cm3-Highlight. Gemeinsam mit Theresa und Andreas Meske hat er cm3 gegründet und war insgesamt von 2014 bis 2021 bei den Campusmedien aktiv. Von 2017 bis 2019 fungierte er in der Rolle des Chefredakteurs von hochschulradio düsseldorf.
Sein erster Artikel für cm3 war ein Bericht über den ehemaligen Kioskbetreiber des Uni-Shops, Thomas Mittelstädt. cm3 bedeutet Tim bis heute viel. Er ist „sehr happy und stolz", dass es sich so gut entwickelt hat. Es ist toll zu sehen, wie aus einer ersten Idee so ein Projekt werden kann.“
Das Online-Magazin ist für ihn vor allem „studentisch, crossmedial und originell“.
Julia Vollmer (25)
„Ich habe sehr viel bei und durch cm3 gelernt. Über mich selbst und wie ich bei der Arbeit und in Ehrenämtern zukünftig arbeiten möchte." – die Zeit bei den Campusmedien war für Julia vor allem lehrreich und wegweisend. Ihre journalistischen Anfänge machte sie bei hochschulradio düsseldorf und war von Oktober 2021 bis März 2023 Chefredakteurin von cm3. Ihre Hauptaufgabe umfasste jegliche Organisation und Koordination des Online-Magazins. Eine besonders herausfordernde Zeit in ihrer Rolle als Chefredakteurin sei die Corona-Pandemie gewesen. Die Redaktion bestand zu der Zeit aus vielen neuen Gesichtern und das Problem sei gewesen, dass sie sich „gegenseitig häufig noch gar nicht 'in echt' kannten, da anfangs alle Redaktionssitzungen via Zoom stattfanden", so die studierte Sozialwissenschaftlerin.
Ein Highlight ihrer Zeit bei cm3 sei laut Julia die Liveberichterstattung zur Landtagswahl 2022 gewesen: "Das war ein echt cooler Tag, an dem sich die Arbeit nach richtig echtem Journalismus (so wie ich ihn mir vorstelle) angefühlt hat", erzählt sie. Ihr allererster Artikel war ein Bericht über das Angebot "Sport im Park" der Stadt Düsseldorf. cm3 in drei Wörtern ist für sie „Verantwortung, Gemeinschaft, herausfordernd".
Anna Urban (25)
„Maxi und ich haben uns ohne Presseausweis auf die Wahlparty von Hendrik Wüst gemogelt“ – das war laut Anna eines der Highlights ihrer Zeit bei cm3. Erst als Redaktionsmitglied, dann als Teil der Chefredaktion und letztendlich als Chefredakteurin wirkte sie von 2021 bis 2023 bei den Campusmedien mit und studierte nebenbei Sozialwissenschaften an der HHU. Ohne Anna gäbe es den Social-Media-Account der Campusmedien womöglich noch bis heute nicht. Sie war maßgeblich an seinem Aufbau beteiligt und auch darüber hinaus für viele unterschiedliche Bereiche bei cm3 verantwortlich, wie zum Beispiel für das Printmagazin zum Sommerkult oder Schulungen für Typo3.
Einen ihrer allerersten Artikel schrieb Anna über die Organisation „CatcallsOfDuesseldorf“. Durch ihn hat sie nicht nur wertvolle Interviewerfahrungen, sondern auch neue Leidenschaften für Themen wie Feminismus und soziale Gerechtigkeit gewonnen.
Durch die Zeit bei cm3 habe sie ihre Interessen vertiefen, sich kreativ ausleben und erste journalistische Erfahrungen sammeln können, die für ihr späteres Leben wegweisend gewesen seien. In ihren eigenen Worten: „Ich wäre jetzt nicht hier, wo ich heute bin, ohne cm3.“ Als Tipp für Zukünftige würde Anna mitgeben, beim Schreiben ein bisschen weniger Floskeln zu benutzen – das habe sie früher etwas zu oft gemacht.
Maxi Kisters (24)
„Jung, autonom und lehrreich“ – so würde Maxi cm3 in drei Worten beschreiben. Ab 2021 war er zwei Jahre lang bei den Campusmedien aktiv, während er Philosophie und Politikwissenschaft an der HHU studierte. Er schrieb und redigierte zahlreiche Artikel und organisierte verschiedene Projekte als Teil der Chefredaktion.
Maxi hat seine Zeit bei cm3 positiv in Erinnerung: „Wir haben uns viel ausprobieren können, sehr selbstständig arbeiten dürfen und konnten ein tolles Team aufstellen.“ Einer seiner schönsten Momente war die Betreuung des Sommerkult-Festivals auf dem Campus. Das hat „großen Spaß gemacht und wir hatten auf dem Festival einen Stand, von dem aus das Radio live gesendet hat“. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm zudem der Liveblog zu den Landtagswahlen 2022, bei dem er zusammen mit Anna mehrere Wahlpartys besucht und von dort aus berichtet habe. Das Schreiben von Buchrezensionen war ebenfalls eines seiner Highlights.
Neben den ganzen schönen Momenten gab es laut Maxi auch ein etwas unangenehmes Ereignis. Ein Interview auf Englisch entpuppte sich als ein kleiner „Fail“, denn „die Protagonistin hat mit Akzent gesprochen und ich hatte echt Probleme, alles zu verstehen“, erinnert er sich. Maxi habe daraus eine wichtige Lehre gezogen, die auch für aktuelle und zukünftige cm3ler von Relevanz sein könnte: „Interviews ohne Transkript werden schlecht!“
Valeska Ridzewski (26)
„Ich erinnere mich an ein Jahr, in dem es stundenlang geregnet hat und wir trotzdem gemeinsam weitergemacht haben“ – die Begleitung des Sommerkult-Festivals war trotz des Regens eine der schönsten Erfahrungen bei cm3 für Valeska. Von 2023 bis Anfang dieses Jahres war sie Teil der Redaktion und hat zahlreiche Artikel geschrieben und redigiert. Nebenbei studierte sie Anglistik und Kommunikation im Bachelor und Comparative Studies im Master.
Laut Valeska sei cm3 für sie vor allem ein Ort gewesen, an dem sie sich journalistisch frei ausprobieren konnte – abseits vom reglementierten Werkstudentenjob, der oftmals wenig Spielraum für Eigeninitiative zuließ. Sie habe zum Beispiel einmal die Besetzung eines Hörsaals der Gruppe „Generation Extinction“ miterlebt: „Wir konnten damals direkt vor Ort mit den Beteiligten sprechen und die Stimmung im besetzten Hörsaal miterleben. Das war journalistisch eine sehr spannende Erfahrung“. Valeska findet, dass jeder Artikel eine Möglichkeit bietet, Neues dazuzulernen, egal wie simpel er auch sein mag.
Ihr allererster Artikel waren Veranstaltungstipps, die unsere Redaktion bis heute wöchentlich auf cm3 veröffentlicht. In drei Worten würde Valeska cm3 wie folgt beschreiben: „Schreiben, Organisieren, Community“.
Redigat: mf














