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Kultur

Oberbürgermeister Stephan Keller und Jacques Tilly enthüllen feierlich die Heine-Statue

Satire als Waffe

Kritik ist das Lebenselixier einer jeden demokratischen Gesellschaft

Der berühmte Karnevalswagenbauer Jacques Tilly war anlässlich der Enthüllung seiner neuen Heinrich-Heine-Skulptur im Rahmen des Art:walk Festivals auf der Bilker Straße unterwegs und wurde von hochschulradio düsseldorf interviewt. Im Interview sprach er über sein neues Werk und seine Arbeit als Satiriker. Dabei betonte Tilly die besondere Bedeutung von Satire in einer Demokratie. Satire sei laut Tilly ein Teil der Streit- und Meinungskultur und ohne Streit ist Demokratie keine Demokratie.

IV Jacques Tilly
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Tilly setzt Heinrich Heine ein neues Denkmal

Vor dem Interview enthüllte Jacques Tilly auf der Hauptbühne am Heinrich-Heine-Institut seine neuste Skulptur. Zahlreiche Besucher:innen tummelten sich gespannt vor der Bühne. Oberbürgermeister Stefan Keller eröffnete die feierliche Enthüllungszeremonie und hob die besondere Bedeutung Heines für die Stadt hervor. Außerdem bezeichnete er den Dichter Heine und den Künstler Tilly als „Brüder im Geiste“, da beide mit Hilfe der Satire gesellschaftliche Missstände kritisch kommentieren.

Die rund zwei Meter hohe Skulptur aus Styropor und Holz zeigt Heine mit einem freundlichen, lächelnden Gesichtsausdruck. Unter seinem Arm trägt er eine Feder, die wie eine Schusswaffe nach vorne gerichtet ist.

Satire ist eine Waffe, Satire kann wehtun, aber sie tötet nicht und sie verletzt auch nicht physisch, aber tatsächlich kann sie sehr schmerzhaft sein und das sagt diese Skulptur

Die Skulptur nimmt außerdem eine Sonderstellung unter den Werken des Künstlers ein. Tilly erklärte bei der Enthüllung, die Heine-Skulptur sei „vielleicht die einzige Ausnahme“ in seinem Schaffen. Denn während seine bekannten Karnevalswagen traditionell am Veilchendienstag zerstört werden, soll diese Skulptur längerfristig erhalten bleiben. Die Skulptur hat keinen festen Standort und soll künftig bei unterschiedlichen Anlässen und Veranstaltungen des Heinrich-Heine-Instituts eingesetzt werden. Und soll als mobiles Denkmal an den berühmtesten Sohn der Stadt erinnern.