Düsseldorf

Wenn der Rheinpark blau-violett wird
Von Kaiserswerth bis zum Hofgarten, auf einer Fläche von über 24.000 Quadratmetern, tummeln sich die blau-violetten Blumen in Düsseldorf. Oft werden sie auch als „Blaues Band“ beschrieben. Ursprünglich wurden fünf Millionen Krokuszwiebeln gepflanzt, mittlerweile sind elf Millionen unter der Erde.
Hans-Otto Christiansen und Ingo Lentz, beide Mitgründer des Vereins Pro Düsseldorf e. V., sind maßgeblich für die Entstehung der Pflanzaktion verantwortlich. Der 2001 gegründete Verein setzt sich für eine nachhaltige, saubere und lebenswerte Stadt ein. Die Idee zum Blütenmeer kam von Hans-Otto Christiansen, damaliger SPD-Ratsherr. Inspiriert wurde er vom Husumer Schlosspark. In dem Park pflanzten Mönche vor 400 Jahren Krokusse, um den Frühling anzukündigen. Ingo Lentz, damaliger Pressesprecher der Messe, setzte das Projekt dann um. Ursprünglich plante Pro Düsseldorf e. V., eine Million Blumenzwiebeln zu pflanzen. Doch nach der aufkommenden Begeisterung wurden dann aus den geplanten eine Million Zwiebeln schlussendlich fünf Millionen.
Bei genauerer Betrachtung dieser Blüten von den mittlerweile elf Millionen Zwiebeln erinnert das Blumenmeer an die Form der Rheinuferpromenade. Vorgeschlagen wurde die Form von Landschaftsarchitektin Annette Weber: Die Form des Blütenmeers soll die Bewegung des nahen Stroms und die Linienführung der Rheinuferpromenade darstellen. Mittlerweile wird das „Blaue Band“ durch Sponsoren, Partner und kontinuierliche Pflege am Leben gehalten, damit sich die Bewohner:innen Düsseldorfs jedes Jahr aufs Neue auf den Frühling und die Krokusse freuen können.
Redigat: jw








