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Campus

Redaktion:
Auf dem Fotos sind Studierende in einem Hoersaal zu sehen. Sie blicken nach vorne.
Studierende in einem Hörsaal (Symbolbild) (Foto: HHU/ Ivo Mayr)

Was sinkende Studierendenzahlen für die HHU bedeuten

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Studierende sind elementarer Bestandteil jeder Hochschule. Sie beleben mit ihrem Engagement den Campus, forschen an Projekten mit und bringen so neue Ideen und frischen Wind in die Wissenschaft. Doch seit einigen Jahren sinken in Deutschland die Studierendenzahlen. Davon ist auch die Heinrich-Heine-Universität betroffen. Vor sechs Jahren waren hier noch rund 37.000 Menschen eingeschrieben. Jetzt sind es knapp 25 Prozent weniger. Das hat für die Heine-Uni unterschiedliche Folgen. Zum einen kann es bedeuten, dass sie weniger Geld vom Land bekommt. Denn ein Teil der Finanzierung vom Land hängt an der Anzahl der Studierenden und Absolvent:innen. Zum anderen kann das auch heißen, dass die Uni Studiengänge schließt und bei zulassungsbeschränkten Fächern den Numerus Clausus abschafft oder heruntersetzt.

Es gibt aber auch Folgen, die das Leben auf dem Campus betreffen. Der AStA und das Studierendenwerk haben zum Beispiel weniger Geld zur Verfügung, weil sie Geld durch den Semesterbeitrag bekommen. Den zahlt jeder Studierende pro Semester. Im Moment sind das rund 350 Euro. Weniger Studierende bedeutet für den AStA und das Studierendenwerk weniger Geld. Der AStA will deswegen sparen und überlegt zum Beispiel die Struktur des Sommerkult-Festivals zu ändern. Das Studierendenwerk hat hingegen die Mensapreise und ihren Teil des Semesterbeitrags erhöht.

Beitrag weniger Studis
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Was können Hochschulen dagegen machen?

Hochschulen sollten erst mal versuchen, Studierende aus einem lokalen Einzugsgebiet anzusprechen, sagt Marc Hüsch. Er ist Experte für Statistik und Datenvisualisierung beim Centrum für Hochschulentwicklung und publiziert dort auch zur Entwicklung der Studierendenzahlen in Deutschland. Gerade kleinere Hochschulen für angewandte Wissenschaften hätten ein lokales Einzugsgebiet. Hochschulen könnten auch in die Schulen in der Umgebung gehen und hier die Abiturient:innen gezielt ansprechen. Um Interessierte aus einem größeren Umkreis zu gewinnen, würden entsprechende Studiengänge helfen, die vielleicht auch etwas ausgefallen sind, sagt Hüsch.

Die Heine Uni entwickelt gerade zum Beispiel den Studiengang Digital Cultures. Er soll aus einer geisteswissenschaftlichen Perspektive digitale Themen vermitteln und nächstes Wintersemester starten. Auch mit dem Heinrich Heine Collegejahr will die HHU Studierende für sich gewinnen. Im Rahmen des Collegejahrs können Abiturient:innen ein Jahr lang das Studienangebot der Philosophischen Fakultät ausprobieren.

Positive Folgen von sinkende Studierendenzahlen

„Chancen entstehen da, wo wir jetzt überbelastet sind“, sagt Professor Axel Görlitz, Prorektor für Studienqualität und Lehre der Heine-Uni. In Studiengängen mit sehr vielen Studierenden könnte sich so der Betreuungsschlüssel verbessern. An der Heine-Uni würde das zum Beispiel den Studiengang Informatik betreffen. Er ist mit über 2.500 Studierenden einer der größten Studiengänge der HHU.

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