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Panorama

Hier sieht man die Burgruine von der Kaiserpfalz bei schönem Wetter.
Die Burgruine der Kaiserpfalz

Ein Trip nach Kaiserswerth

Ein Gastbeitrag von Lara Pixberg

Auf dieser Seite

Im Norden von Düsseldorf, direkt am Rhein, befindet sich der älteste Stadtteil Düsseldorfs. Perfekt geeignet für einen Tagestrip in den Semesterferien. Hier kann man nach dem stressigen Wintersemester abschalten und sich auf den Frühling freuen. Durch viele kostenlose Attraktionen lockt Kaiserswerth Leute von nah und fern.

Kleiner historischer Hintergrund

Bereits 1929 wurde Kaiserswerth in Folge des Gesetzes zur Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes von Düsseldorf eingemeindet. Damit endete Kaiserswerths historische Reise als eigenständige Kommune, doch die Geschichte bleibt. Die Ruinen der ab 1174 errichteten Kaiserpfalz von Kaiser Friedrich Barbarossa stehen noch heute und prägen die historische Altstadt. Kleiner Sidefact: Richtig gewohnt hat Kaiser Friedrich da jedoch nie. Heute sagt man ihm nach, das Reich „vom Pferd aus“ regiert zu haben und immer nur für kurze Aufenthalte auf der mittelalterlichen Kaiserpfalz verbracht zu haben.

Aber das wohl älteste Denkmal ist der Kaiserswerther Menhir aus der Zeit von 2000 bis 1500 v. Chr., der zu den ältesten erhaltenen Denkmälern Nordrhein-Westfalens gehört. Mit 4,81 km² und nur 8.000 Einwohnern gehört Kaiserswerth zu den kleineren Stadtbezirken Düsseldorfs und lädt zum Entschleunigen ein. Dadurch wird er zu einem attraktiven Ausflugsziel für die Düsseldorfer Stadtbewohner:innen. Aber nicht nur für die. Durch seine geografische Lage zieht Kaiserswerth nicht nur die Düsseldorfer:innen an, sondern auch die Bewohner:innen aus Duisburg, Neuss und Krefeld. Aber warum ist Kaiserswerth so beliebt? Durch seine geografische Lage zieht Kaiserswerth nicht nur die Düsseldorfer:innen an, sondern auch die Bewohner:innen aus Duisburg, Neuss und Krefeld. Aber warum ist Kaiserswerth so beliebt?

Dorf-Charme in der Großstadt

Ein Großteil der Beliebtheit lässt sich bestimmt auch durch die Nähe und einfache Anbindung von Düsseldorf aus erklären. Viele großartige Eindrücke kann man schon bei einer Fahrradtour von Düsseldorf nach Kaiserswerth am Rhein entlang sammeln. In unter einer Stunde ist diese Tour am Rhein entlang machbar. Auf dem Rhein entlang fährt die Weiße Flotte. Die Fähre bringt einen von der Düsseldorfer Rheinpromenade direkt nach Kaiserswerth. Ab 19,90 € hat man so schon die Möglichkeit, bei der Anreise zu entspannen und den Ausblick vom Rhein aus auf das Ufer zu genießen. Für den perfekten Start für diesen Tagestrip gibt es außerdem die Getränk-Flat während der Fahrt. Für Leute, die es nicht so aufwendig brauchen, gibt es, immer noch die Möglichkeit mit der U79 Richtung Duisburg Meiderich Bahnhof zu fahren und an der Haltestelle D-Klemensplatz auszusteigen. Durch das Semesterticket ist die Fahrt kostenlos. Vor Ort überzeugt dann, neben der bereits erwähnten Burg, die historische Altstadt und ihre kleinen Läden. Hier kann man die Hektik und Schnelllebigkeit der Großstadt hinter sich lassen und gegen den Dorf-Charme eintauschen und in kleinen Läden stöbern. Für die Naturliebhaber:innen gibt es auch ein paar Biergärten, wo man direkt am Rhein sitzt und entweder eine heiße Waffel oder ein kühles Bier genießen kann, je nach Jahreszeit und Gemütszustand. Es spricht auch nichts gegen ein selbst mitgebrachtes Picknick vor der Burg auf den Rheinwiesen.

Bildung in den Semesterferien

Student:innen, die sich auch in den Semesterferien weiterbilden und das mit einem Ausflug in die Natur verbinden wollen, sind in Kaiserswerth genau richtig. In dem Heimat- und Bürgerverein Museum von Kaiserswerth erfährt man spannende Hintergründe aus der Vergangenheit von Kaiserswerth mit archäologischen Fundstücken vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Neben der Dauerausstellung gibt es auch immer wieder Wechselausstellungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Toller Pluspunkt: Auch dieses Museum ist kostenlos.

Ein weiterer Anlaufpunkt ist das Kunstarchiv Kaiserswerth, wo Werke von dem Maler Bruno Goller und der Fotokünstler Bernd und Hilla Becher ausgestellt sind. Aber das wohl interessanteste Ausstellungsstück befindet sich in dem Pflegemuseum der Fliedner-Kulturstiftung. Neben der umfangreichen Sammlung zur Geschichte der Diakonie und der Krankenpflege lässt sich die „Kaiserswerther Mumie“ bestaunen. Hierbei handelt es sich um eine echte ägyptische Mumie, und für diesen Anblick muss man nicht mal nach Ägypten reisen.

Kaiserswerth zeigt, dass ein gelungener Tapetenwechsel von der hektischen Stadt weder teuer noch weit entfernt sein muss. Zwischen Burgruine, Rheinblick und kleinen Gassen entsteht eine Auszeit, die wenig kostet und viel bietet.