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Kultur

Redaktion:
Die Sängerin und Gitarristin Nadia Wardi steht auf der Bühne. Spielend auf einer türkiser E-Gitarre mit floralem Tragegurt und passendem Blumenkleid singt sie stimmungsvoll ins Mikrofon.
Nadia Wardi, Sängerin und Gitarristin von Bloodflowers (Foto: Tom Dierich)

Neues Dorf Vol. 2 - Bloodflowers

Auf dieser Seite

Eine Kolumne über Gegenwartsmusik aus Düsseldorf und Umgebung. Heute mit den Bloodlfowers aus Düsseldorf. Eine Band mit tollen Artworks, psychedelisch-verträumtem Sound und einer ungewöhnlichen Herangehensweise ans Songwriting!

Die Band

Knallig bunt, mit fettem 70s Vibe und einer Ästhetik, die anspricht. Die Band Bloodflowers wurde 2018 um die Sängerin und Gitarristin Nadia Wardi gegründet. Seit einiger Zeit sind Matthias Köhnen am Schlagzeug und Tim Dierich am Bass dabei. Beim Songwriting greift Nadia auf kreative Mittel zurück. So schafft sie gerne zuerst das Artwork für einen neuen Song und setzt dann ihre visuelle Idee musikalisch um.Text und Musik entstehen bei den Bloodflowers also oft aus dem Artwork. Ästhetik ist für Nadia sehr wichtig. Bei Instagram teilt sie gerne ihren fotografischen Blick, Designs und Artworks, die später zu Songs werden. 

Der Sound

Mit der neuen Besetzung spielen die Bloodflowers auch einen neuen Stil. Veränderung ist für die Sängerin und Gitarristin Nadia Wardi super wichtig. Verträumter, atmosphärischer und psychedelischer wird die neue Musik, mit geilen Solis und Effekten! Aus einem persönlichen Gespräch mit Nadia weiß ich, dass sie tatsächlich nicht genug Effekte haben kann, sie haben es ihr ganz schön angetan. Mitte März 2021 nahm die Band mit dem renommierten Produzenten Patrick Stäudle im Schwarzwald ihre neue Platte auf. Diese soll bald erscheinen.

Q&A

Mit allen vorgestellten Bands und Musiker:innen gibt es eine kleine Fragerunde. Heute mit der Sängerin der Band, Nadia Wardi.

Wie entsteht bei euch ein Song?
» Was vielleicht ungewöhnlich ist, ist dass ich manchmal mit einem Artwork anfange. Und so gehe ich vor. Meistens lasse ich mich aus verschiedenen Geschichten wie Filmen, Songs und Erlebnissen inspirieren. Daraus entsteht eine Vision im Kopf, die ich dann auf Papier oder Tablet visuell ausmale. Dann schreibe ich die Melodien und zum Schluss kommt der Text. Manchmal kann aber auch eine Melodie, die ich gejammt oder geträumt habe zu einem Song entstehen. Zum Glück gibt es keine Regeln, wie man beim Songwriting vorgeht. Mit meinen Jungs spreche ich viel über Gefühle der Songs. Wie soll dieser Song rüberkommen? Wie soll er sich anfühlen? Worum geht es in dem Song? Dann jammen wir eine Weile und arbeiten Stück für Stück an dem Konzept. 

Worauf freust du dich am meisten 2021?
» Auf unsere erste Platte, die wir pressen werden. Besonders aber auf die Produktion im Schwarzwald mit meinen Jungs. Auf die Zusammenarbeit mit kreativen Menschen (außerhalb der Bandprobe) Auf neue Songs, neue kreative Ideen die kommen werden. 
Hoffentlich können wir wieder Konzerte spielen.

Was machst du gerade, um nicht durchzudrehen?
» Für mich ist die Kreativität die Kraft, die mir Leben gibt. Das Gute ist, dass man dir die Kreativität nicht nehmen kann. Für mich bedeutet das vor allem Songs schreiben, malen und fotografieren. 
Auch den Kontakt zu Menschen sollte man in der Zeit nicht vergessen. Ich bin viel digital im Kontakt mit den Leuten. 
Eine Balance im Leben zu erschaffen. Ich nehme mir viel Zeit für mich selbst und Bewegung, Sport und Mediation.

Lieblingsspruch?
» Die Welt ist nicht gegen dich, die Welt ist für dich.

Letzter Ohrwurm?
» The Bus to Nowhere von Marcoca

Bestes Essen?
» Mamas Küche

Wer oder was inspiriert dich?
» Seventies Look & Platten, Meditation und Spiritualität, Menschen und ihre Persönlichkeiten

Bloodflowers im Netz

Bloodflowers live @ Die Börse, Wuppertal