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Kultur

Redaktion:
Auf dem Bild sieht man ein Weihnachtsbild im Hintegrund. Vorne sieht man ein Handy, welches bei Google nach Weihnachtsmythen sucht Woher kommen Weihnachtsmythen? (Foto: Asya Nur Kahraman)
Woher kommen Weihnachtsmythen? (Foto: Asya Nur Kahraman)

Die Ursprünge weihnachtlicher Mythen

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Weihnachten ist ein Fest, das seit Jahrhunderten besteht. Über Generationen hinweg haben Menschen das Fest mit neuen Ideen und Figuren bereichert, die bis heute untrennbar mit diesem verbunden sind. Doch woher kommen eigentlich diese Weihnachtsmythen?

Der Grinch

Einer der bekanntesten Weihnachtsfiguren ist ironischerweise ein Wesen, das nichts damit am Hut haben will. Der Grinch hasst Weihnachten. Und zwar so sehr, dass er sogar versucht, die Geschenke der Kinder zu klauen. Aber was viele nicht wissen, ist, dass die Idee hinter dem Grinch keine antweihnachtliche ist, sondern eine antikommerziell. Der Grinch ist nämlich das erste Mal in einem amerikanischen Kinderbuch erschienen. Das Kinderbuch kam im Jahr 1957 als satirische Weihnachtsfabel heraus und hieß „How the Grinch stole Christmas!“. Der Autor, Dr. Seuss, wollte damit kritisieren, dass der Fokus an Weihnachten immer mehr auf die Geschenke rutscht und nicht mehr darauf liegt, Zeit mit Familie und Freund:innen zu verbringen. Das ist auch der Grund, wieso der Grinch so bitter ist. Es gibt nur einen Weg, ihn wieder dazu zu bringen, das Fest zu lieben: Man muss den Grinch daran erinnern, dass es an Weihnachten vor allem um Liebe, Beisammensein und Freude geht.

Die Weihnachtselfen

Seit Jahrhunderten sind Elfen fester Bestandteil des Weihnachtsmythos. Sie haben die wichtige Rolle als unsichtbare Helfer: innen des Weihnachtsmanns. Geboren ist der Elfenmythos in der nordischen Mythologie. Dort sind sie kleine, aber äußerst mächtige Naturwesen. Ihre Entwicklung zu den helfenden Figuren des Weihnachtsmanns fand aber erst im 19. Jahrhundert statt. Zu der Zeit wurde das Weihnachtsfest immer beliebter und die Geschichten und Mythen um den Weihnachtsmann herum wurden durch die Literatur und Medien der Zeit ausgebaut. Die Verbindung zu den Elfen entstand dann durch Clement Clarke Moores Gedicht „The Nightmare Before Christmas“ aus dem Jahr 1823. Dort wurde der Weihnachtsmann als „fröhlicher alter Elf“ beschrieben. Dadurch entstand das Bild von dem Weihnachtsmann als Anführer der Elfen. Die Elfen, die als mächtige und unberechenbare Wesen bekannt waren, wurden der gutmütigen Natur des Weihnachtsmanns angepasst. Sie waren nicht mehr unvorhersehbar und sogar gefährlich, sondern eher etwas chaotisch und ein wenig frech. Heutzutage sind sie ein Zeichen für die fröhliche und kindliche Natur, die den Weihnachtsmann umgibt. Sie helfen ihm in der Fabrik auf dem Nordpol.

Rudolph das Rentier

Im Dorf des Weihnachtsmanns lebt ein kleines Rentier. Das Besondere: Es hat eine leuchtende, knallrote Nase. Rudolph, das Rentier, hat es deshalb aber nicht leicht. Die anderen Rentiere auf dem Nordpol machen sich über ihn lustig und schließen ihn aus. Doch das alles ändert sich, als an einer besonderen Nebelnacht Rudolphs Nase das Einzige ist, was es dem Weihnachtsmann erlaubt, den Weg zu erkennen. Die Geschichte von Rudolph hat ihren ersten Ursprung im Jahr 1939. Der amerikanische Werbetexter Robert L. May entwarf ein Kinderbuch mit Rudolphs Geschichte. Der Charakter und sein starkes Aushaltevermögen waren inspiriert von Mays an Krebs erkrankter Frau. May wollte zeigen, dass man nicht besonders stark oder kräftig sein muss, um etwas ganz Besonderes zu sein. May verkaufte sein Werk an eine Kaufhauskette und diese veröffentlichten das Buch. Die Geschichte von Rudolph wurde zu einem Verkaufshit und wurde innerhalb von 10 Jahren bis zu 6 Millionen Mal verkauft. May erhielt im Jahr 1947 auch wieder sein Urheberrecht zurück und konnte so dann erst wirklich was von dem Erfolg verdienen. Innerhalb dieser 10 Jahre schrieb Mays Schwager, Jonny Marks, ein Weihnachtslied zu Rudolphs Geschichte. Das hieß „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“ und wurde 1949 veröffentlicht. Dieses Lied hatte so einen großen Erfolg, dass es die ohnehin schon bekannte Geschichte zu einem festen Teil der Weihnachtstradition etablierte.  

Redigat: vr