Düsseldorf

Das echte Düsseldorf - fünf Orte zum Entdecken
Ein Gastbeitrag von Sara Skakun
Düsseldorf ist eine Stadt der Gegensätze: hier traditionelle Brauereien, dort futuristische Architektur. Wer neu ankommt, braucht einen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Altstadt und Rhein
Die Altstadt ist das historische Herz von Düsseldorf. Kopfsteinpflaster, schmale Gassen und alte Häuserfronten prägen das Bild. Überall laden Brauereien dazu ein, ein kühles Altbier zu probieren. Oft wird es noch traditionell vom Köbes am Tisch serviert. Bei schönem Wetter kann man sich nach draußen setzen und das bunte Treiben genießen. Kleine Läden, Kunsthandwerk und wechselnde Straßenmusik machen einen Bummel abwechslungsreich.
Direkt angrenzend fließt der Rhein, und die breite Promenade lädt zu langen Spaziergängen ein. Treppenstufen führen direkt ans Wasser – ein beliebter Platz, um den Blick auf den Fluss, die vorbeiziehenden Schiffe und das gegenüberliegende Ufer zu werfen. Besonders abends, wenn die Sonne untergeht und die ersten Lichter der Stadt angehen, hat dieser Ort eine ruhige und entspannende Atmosphäre. Hier trifft man sich zum Verweilen, Plaudern oder einfach zum Durchatmen.


Königsallee
Die Königsallee ist eine der bekanntesten Straßen der Stadt. In der Mitte fließt ein breiter Stadtgraben, gesäumt von alten Platanen. Auf beiden Seiten erstrecken sich breite Gehwege mit eleganten Schaufenstern. Wer nicht shoppen möchte, findet hier trotzdem einen Ort zum Verweilen. Entlang der Allee laden Bänke unter den Platanen zum Sitzen ein, und zahlreiche Cafés bieten die Möglichkeit, bei einem Kaffee das Treiben entspannt zu beobachten. Die Atmosphäre ist eine Mischung aus städtischem Flair und parkähnlicher Ruhe. Die Königsallee zieht Menschen aus aller Welt an – beim Flanieren sind hier viele Sprachen zu hören. Mit fast 87 Metern Breite gilt sie als eine der breitesten Straßen Deutschlands und verbindet das Bankenviertel mit den Nobelgeschäften.
Rheinturm
Der Rheinturm ist das höchste Bauwerk der Stadt und ragt 240 Meter in den Himmel. Wer mit dem Aufzug hinauffährt, wird auf der Aussichtsplattform in 170 Metern Höhe mit einem Rundumblick belohnt. Von hier oben sieht man die gesamte Stadt: die Altstadt, den Medienhafen, die Königsallee und den Rhein mit seinen Brücken. Bei guter Sicht reicht der Blick bis ins Bergische Land. Am Turm selbst fällt bei Dunkelheit eine Besonderheit auf: die leuchtenden Punkte an der Seite zeigen als größte Digitaluhr der Welt die Uhrzeit an. Zudem findet man im Rheinturm ein Restaurant, das sich um die eigene Achse dreht und einen Ausblick in alle Richtungen während des Essens zur Verfügung stellt.


Japanischer Garten
Mitten im Nordpark liegt ein besonderes Kleinod: der Japanische Garten. Er wurde 1975 von der japanischen Gemeinde in Düsseldorf als Geschenk an die Stadt übergeben. Auf 5000 Quadratmetern finden sich Kiefern und japanischer Fächerahorn, die in typisch wolkenförmiger Struktur geschnitten sind. Ein Rundweg führt vorbei an einem Teich mit Farbkarpfen, traditionellen Steinlaternen und einem kleinen Wasserfall. Der Garten ist als Ort der Ruhe und Besinnung angelegt – jedes Element hat eine tiefere symbolische Bedeutung.
Schloss Benrath
Im Süden der Stadt liegt das barocke Schloss Benrath, umgeben von einem weitläufigen Park. Das rosafarbene Schloss wurde im 18. Jahrhundert als Jagd- und Lustschloss für den Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz erbaut. Im Inneren erwarten den Besucher goldverzierte Prunkräume, kunstvolle Stuckarbeiten und historische Seidentapeten. Der Schlosspark ist ganzjährig geöffnet und lädt jeden zu Spaziergängen ein. Wer sich für Natur interessiert, kann auch das Naturkundemuseum oder das Museum für Gartenkunst in den Nebengebäuden besuchen.

Düsseldorf zeigt sich in diesen fünf Orten in seiner ganzen Vielfalt – zwischen Geschichte, Moderne, Natur und urbanem Leben. Wer die Stadt kennenlernen will, findet hier einen guten Anfang und zugleich einen bleibenden Eindruck davon, was Düsseldorf besonders macht.