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Tipps für Internationale Studierende
Eın Gastbeıtrag von Aylar Ahmedova
Internationale Studierende in Deutschland stehen oft ähnlichen Herausforderungen gegenüber: eine fremde Sprache, ein unbekanntes Hochschulsystem und einem Alltag, welcher sich deutlich von dem im Heimatland unterscheidet. Manav und Aleyna, die International Business an der Cologne Business School studierten und seit mehr als fünf Jahren in Deutschland leben, teilen ihre Erfahrungen, die sie sich am Anfang des Studiums gewünscht hätten.
Sprachenlernen außerhalb des Unterrichtsraums
Bei vielen internationalen Studierenden ist der Erwerb der Sprache von wesentlicher Bedeutung. Manav beschreibt den Lernprozess nicht als irgendeinen formalen Prozess, sondern als das Resultat kontinuierlicher sprachlicher Erlebnisse. Laut ihm waren dabei Filme und Serien auf Deutsch mit Untertiteln besonders hilfreich. laut ihm. Wesentlich war, nicht ständig zu übersetzen, sondern schrittweise auf Deutsch zu denken. Sein Studium wurde während der Corona-Pandemie größtenteils online durchgeführt, weshalb formale Sprachkurse auf dem Niveau A2 und darunter kaum von Bedeutung waren. Er lernte stattdessen im Alltag Deutsch – durch Unterhaltungen mit Freund:innen und aktivem Zuhören.


Netzwerke verwenden und Beziehungen aufbauen
Manav und Aleyna zufolge entstehen soziale Kontakte oft außerhalb der Universität. Partys oder Sportgruppen wie Volleyball bieten Chancen, um neue Menschen zu treffen. Auch Plattformen wie Instagram können dabei nützlich sein, zum Beispiel bei der Suche nach einer Wohnung. In vielen Städten bestehen zudem Communities für mehrere Kulturen, wie zum Beispiel indische, türkische oder lateinamerikanische Gemeinschaften. Die Kommunikation innerhalb dieser Gruppen kann die Chancen auf Arbeitsplätzen oder Wohnungen erleichtern und bereits existierende Beziehungen erweitern.
Strategisches Wohnen und Einrichten
Für Studierende ist der Wohnungsmarkt eine besondere Herausforderung. Aleyna schlägt vor, sich über die Semesterzeiten in der entsprechenden Stadt zu erkundigen. Nach dem Abschluss des Studiums werden viele Wohnungen von Studierenden frei, wodurch sich die Chancen auf ein Zimmer erhöhen. Auch beim Einrichten kann man sparen: Möbel werden oft verschenkt oder auf der Straße zurückgelassen, weil sich ein Verkauf häufig nicht lohnt. Darüber hinaus seien Online-Marktplätze nützlich, um gut erhaltene Artikel zu reduzierten Preisen zu entdecken.


Alltägliches Sparen
Der Status als Studi bringt viele Vorteile mit sich. Nach dem Studium bestehen oft weiterhin Verträge zu günstigen Preisen, beispielsweise für Fitnessstudios. Außerdem bieten Uni-E-Mail-Adressen die Möglichkeit, kostenlos oder zu reduzierten Preisen Leihfahrräder zu nutzen – eine praktische Option für kurze oder spontane Strecken. Auch beim Einkauf von Lebensmitteln kann man Geld sparen: Manche Läden bieten abends zusammengestellte Pakete mit Lebensmitteln zu vergünstigten Preisen an. Zudem setzt Manav auf Discounter anstelle von Premium- oder Bio-Supermärkten, da die Lebensmittelstandards in Deutschland und dem europäischen Markt weitgehend identisch sind. Langfristig könnten Apps und Coupons extra Einsparungen ermöglichen.
Finanzielle Grundlage
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Wahl einer Bank. Studierende unter 25 Jahren können bestimmte Konten nutzen, die oft eine kostenlose Kontoführung ohne monatliche Gebühren bieten. Deshalb könnte es sich finanziell lohnen, eine Recherche rechtzeitig durchzuführen.
